Ascorbinsäure – Turbo für Fettabbau, Detox und Stressresistenz

Obwohl Ascorbinsäure bzw. “Vitamin C” vor allem als Immunsystem-Booster bekannt ist, reichen seine gesundheitsfördernden Eigenschaften weit über Erkältungen, Schnupfen und Grippe hinaus. Denn auch für Entgiftungsprozesse, Stressresistenz, sportliche Leistungsfähigkeit, oder das Risiko für Herzinfarkte spielt Ascorbinsäure eine wichtige Rolle. Vor allem aber ist Ascorbinsäure ein noch weithin unterschätzter Turbo für den Fettabbau. In diesem Artikel haben wir 5 wenig bekannte Gründe für Sie zusammengestellt, warum Sie noch heute anfangen sollten Ascorbinsäure zu nehmen.

1. Ascorbinsäure reduziert Bauchfett und verbessert die Insulinsensitivität

Obwohl es eines der am häufigsten verwendeten Nahrungsergänzungsmittel überhaupt ist, weiß doch kaum jemand, dass Ascorbinsäure äußerst wichtig ist für einen gesunden Blutzuckerspiegel und eine optimale Fettverbrennung.

Eine im Jahr 2007 veröffentlichte Studie (Indian Journal of Medical Research) untersuchte die Effekte von Ascorbinsäure bei Typ II Diabetes Patienten. Diese erhielten entweder 500 oder 1000 mg des Stoffs täglich, über einen Zeitraum von sechs Wochen. Die Resultate: Bei den Patienten, die 1000 mg Ascorbinsäure erhalten hatten, konnte eine erhebliche Senkung des Nüchternblutzuckerspiegels, der Blutfettwerte, Cholesterin (LDL) sowie des Insulinspiegels festgestellt werden. In der 500 mg Gruppe konnten keine entsprechenden Effekte beobachtet werden.

Ascorbinsäure und Glukose (= Blutzucker) haben fast die gleiche chemische Struktur. Wenn von beidem viel im Blut enthalten ist, konkurrieren sie um den Transport in die Zellen. Das bedeutet: je höher der Blutzuckerspiegel, desto weniger Ascorbinsäure kann in die Zellen geschleust werden. So kann trotz eigentlich ausreichender Versorgung über die Nahrung ein Mangel an Vitamin C in den Zellen entstehen. Dementsprechend ist es nicht nur wichtig, viel Ascorbinsäure zu sich zu nehmen, sondern mindestens genauso wichtig, den Blutzuckerspiegel auf einem stabilen Niveau zu halten. Der beste Weg hierfür ist eine kohlenhydratarme Ernährung, die reich an gesunden Fetten und Eiweißen ist (eine sogenannte low-carb high-fat Ernährung).

2. Ascorbinsäure entgiftet den Körper

Ascorbinsäure wird im oberen Bereich des Darms absorbiert. Nimmt man mehr davon zu sich, als der Körper absorbieren kann, gelangt ein Teil davon in den hinteren Bereich des Darms. Dies führt dann zu einer Verflüssigung des Stuhls und kann abführend wirken. Zu Beginn einer Detox-Kur kann genau dieser Effekt sehr wünschenswert sein, um eine Entschlackung des Verdauungstraktes zu bewirken.

Hier eine Anleitung, wie Sie Ihre Detox-Kur mit einer Vitamin C Spülung einleiten können:

  1. Bleiben Sie während der nächsten 6-8 Stunden zu Hause 😉
  2. Essen Sie nichts während der Spülung; trinken Sie nur Wasser oder Tee.
  3. Verwenden Sie “gepufferte” Ascorbinsäure (Ascorbinsäure an ein Mineral gebunden, z.B. Calcium oder Magnesium).
  4. Trinken Sie alle 30 bis 60 Minuten ein Glas Wasser, in das Sie ½ bis 1 gehäuften Teelöffel gepufferte (!) Ascorbinsäure gemischt haben. Schreiben Sie sich auf, wann Sie angefangen haben und wieviel Ascorbinsäure Sie genommen haben.
  5. Machen Sie weiter, bis die “Spülung” eintritt (Durchfall). Hierzu bitte die Toilette aufsuchen.
  6. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie nach 5 Stunden immernoch nichts merken, beenden Sie das Experiment. Sie können den Prozess am nächsten Tag wiederholen, oder wann immer es Ihnen möglich ist.
  7. Schauen Sie nach, wieviel Ascorbinsäure Sie eingenommen haben, bis die Spülung einsetzte. ¾ hiervon ist die Dosis, die Sie ab sofort jeden Tag nehmen sollten, auf drei Einzeldosierungen verteilt. Wenn Sie also 1 Teelöffel pro Stunde für 3 Stunden genommen haben und dann die Spülung einsetzte, so haben Sie etwa 12 g Ascorbinsäure genommen. Ihre ¾ Dosis davon wären 9 g, d.h. Sie können ca. 3 g dreimal täglich einnehmen.

Noch einmal zur Sicherheit: Es besteht ein Unterschied zwischen gepufferter Ascorbinsäure und reiner Ascorbinsäure! Bitte die Spülung NUR mit der gepufferten Variante durchführen.

3. Ascorbinsäure macht fit

Der Körper benötigt Ascorbinsäure für das Wachstum und die Reparatur von Gewebe. Deshalb macht es Sinn am Morgen und am Abend eines Workout-Tages größere Dosen Ascorbinsäure einzunehmen. 

Eine Studie der University of Wisconsin in den USA konnte zeigen, dass 500 mg Ascorbinsäure vor dem Training die anschließende Müdigkeit enorm reduzierte. Die Teilnehmer führten ein 60-minütiges Workout bei 50% ihrer maximalen Belastung durch. Die Gruppe, die Ascorbinsäure genommen hatte, wies eine deutlich niedrigere Herzfrequenz über das gesamte Experiment auf. Zusätzlich waren auch die gefühlte Anstrengung und Ermüdung deutlich reduziert in der Ascorbinsäure-Gruppe. Außerdem wurde gezeigt, dass Ascorbinsäure die Stresshormonlevel nach intensiver sportlicher Betätigung senkt und die benötigte Erholungszeit verkürzt.

4. Ascorbinsäure erhöht die Stressresistenz

Der Körper speichert hohe Mengen Ascorbinsäure in den Nebennieren, wo es die gesunde Funktion des Stressbewältigungs-Systems unterstützt. Laut entsprechenden wissenschaftlichen Untersuchungen kann Stress, vor allem wenn er chronisch ist, die Ascorbinsäure-Speicher der Nebennieren stark aufzehren. Deswegen ist es insbesondere in solchen Zeiten sinnvoll, mit einer Nahrungsergänzung eine gesunde Stressresistenz sicherzustellen.

Eine Forschergruppe in Alabama (USA) führte ein Stressexperiment mit Laborratten durch, bei dem die Tiere über einen Zeitraum von drei Wochen jeden Tag für eine Stunde gelähmt wurden. Um herauszufinden, ob Ascorbinsäure die Produktion von Stresshormonen senken würde, gab man den Ratten täglich 200 mg des Stoffs. Die Ergebnisse: Ascorbinsäure senkte die Stresshormonlevel signifikant und reduzierte auch andere typische Indikatoren für körperlichen und psychischen Stress.

In einer anderen Studie, die in Deutschland durchgeführt wurde, versetzte man die Teilnehmer in Stressituationen, wie eine Präsentation zu halten oder Mathematikaufgaben unter Zeitdruck zu lösen (sicherlich für die meisten von uns ein ernstzunehmender Stress). Man fand heraus, dass das Stresshormon Cortisol und der Blutdruck wesentlich höher war bei denjenigen Teilnehmern, die keine Ascorbinsäure bekommen hatten.

5. Ascorbinsäure senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse der University of Berkeley in Kalifornien unterstützen die Beweise, dass eine Nahrungsergänzung mit Ascorbinsäure den Entzündungsmarker C-reaktives Protein (CRP) senkt. CRP ist einer der wichtigsten Anzeiger für die Vorhersage von Herzinfarkten und Diabetes. Bei gesunden, nichtrauchenden Erwachsenen mit einem erhöhten CRP Wert führte die tägliche Einnahme von Ascorbinsäure (wir empfehlen 500 bis 2000 mg pro Tag) zu einer signifikanten Senkung dieses Entzündungsmarkers innerhalb von zwei Monaten.

Nach Aussage der Forscher sind diese Effekte vergleichbar mit den meisten standardmäßig eingesetzten Anti-Cholesterin Medikamenten. Und obwohl diesbezüglich zwar noch mehr Beweise gesammelt werden müssen, um wirklich sicher sein zu können, so deutet dennoch schon heute vieles darauf hin, dass eine erhöhte Zufuhr von Ascorbinsäure eine sinnvolle Präventivmaßnahme ist gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten.


Das war’s von uns 🙂 Doch nun zu Ihnen. Haben Sie schon Erfahrungen gemacht mit Ascorbinsäure? Hat es Ihnen beim Abnehmen geholfen? Oder bei einer Detox-Kur? Wie immer freuen wir uns über jede Art von Erfahrungsberichten oder Feedback in den Kommentaren. In diesem Sinne: Weiterhin viel Erfolg beim gesunden Abnehmen!

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